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Carol O'Daly (14. Jh.)
irischer Dichter
Eilin a Run
Ich liebe Dich treu und wahr,
Eilin an Run;
Ich segne Dich immerdar,
Eilin a Run.
O, Deinethalb will ich gehn
Bis wo an den blauen Seen
Die Hügel des Westens stehn
Eilin a Run.
O sag, wie erring' ich Dich,
Eilin a Run?
O sag, wie bezwing' ich Dich,
Eilin a Run?
Ich zöge um Dich ja gern
Durch Berg und Thal, noch so fern,
Du bist ja mein süßer Stern,
Eilin a Run.
O sag, willst Du mit mir ziehn,
Eilin a Run?
O sag, willst Du mit mir fliehn,
Eilin a Run?
"Hier bin ich in Reiseschuhn!
O sag mir, was soll ich thun -
O sag mir, was soll denn nun
Eilin a Run?"
Ein tausend Willkommen Schatz,
Eilin a Run!
Ein tausend Willkommen Schatz,
Eilin a Run.
Willkommen aus treuem Sinn -
O, was ich hab', was ich bin ...
Nimm Alles, nimm Alles hin,
Eilin a Run.
Eilin a Run: Eilin, Helene mein Herzensschatz
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Übersetzt von Julius
Rodenberg (1831-1914)
Aus: Die Harfe von Erin
Märchen und Dichtung in Irland
von Julius Rodenberg
Leipzig Fr. Wilh. Grunow 1861 (S. 170-171)
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