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Perdigon
(um 1200)
Nie glaubt' ich, daß die Liebe mir gewährt
Gnug Lust, zu tragen ihre Dienstbarkeit:
Nun seh' ich, daß ich ihr zu keiner Zeit
Mehr kann entsagen, so groß ist ihr Werth.
Sie hat sich mein bemächtigt sonder Gleichen,
Daß ich von selbst nicht möchte von ihr weichen:
Sie ließ mich treffen so preiswürdge Wahl,
Nicht gnügt' es mir, pries' ich sie tausendmal.
Nachgedichtet von Karl Ludwig Kannegießer (1781-1861)
Aus: Gedichte der Troubadours
im Versmaaß der Urschrift übersetzt
von Karl Ludwig Kannegießer
Tübingen 1852 (S. 246-247)
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Biographie (engl.):
http://en.wikipedia.org/wiki/Perdigon
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