Elise Sommer (1767-?) - Liebesgedichte

 

 


Elise Sommer
(1767-?)


Inhaltsverzeichnis der Gedichte:

 



 

Maigesang

Er naht, der Freuden - Schöpfer Lenz
Auf sonnenrothem Wagen,
Liebkosend bringen Weste mir
Dies Himmelskind getragen;
Aus seinen goldnen Locken sinkt
Ein Blüthenregen nieder,
Im jungen Laube tönen schon
Der Nachtigallen Lieder.

Des Maies kräft'ger Hauch verweht
Der Veilchen süsse Düfte:
Des Pfirsichs Kronen tauchen sich
In's Bad der Abendlüfte.
Der Kirschbaum neiget seinen Kranz
Herüber zu der Quelle,
Und nicket seinem Bilde zu
Im Tanz der Silberwelle.

Der Liebe süsser Athem weht
Vom goldnen Himmel nieder,
Er regt sich leis' im Blumenkelch,
Und wecket Wehmuthslieder.
Der Sylphe hüpft zum Blumenschooss,
Sanft flötet Philomele,
Und zaubert in die kalte Brust
Das Echo ihrer Seele;

Und Alles fühlt und Alles schwimmt
In Liebe, Lust und Wonne,
Und spiegelt sich im Morgenthau,
Bei'm ersten Stral der Sonne.
Ihm, der die Welt so schön erschuf,
Soll unser Lied ertönen,
Es steig' empor zum Sternenplan,
Zum Vaterland des Schönen!

aus: Elise Sommer Gedichte
Frankfurt am Main: Herrmannsche Buchhandlung 1813 (S. 211-212)
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An Selmar

Ich schlief im Mondenschimmer
Jüngst unter'm Lindenbaum,
Da stand vor mir, wie immer,
Dein liebes Bild im Traum.

Du sahst mir bang' und trübe
Ins blasse Angesicht,
Und sprachst voll heißer Liebe:
Geliebte, weine nicht!

Und Freudenthränen sanken
Hin auf mein Busenband,
Die junge Veilchen tranken,
Gepflückt von deiner Hand.

In blauen Wellen wiegte
Der Abendhimmel sich,
Und Mondesschimmer schmiegte
Sich um den Hain und dich.

Er malte deine Mienen
So liebevoll und süß,
Der Himmel stralt' aus ihnen,
Der dich mich lieben hieß.

Und feierliche Stille
Umzog dies dichte Grün;
Es zirpte nur die Grille
Im duftenden Jesmin.

Erquickt von Abendkühle,
Lag schlummernd Hain und Flur,
Es ruhte, nach der Schwüle
Des Tages, die Natur.

Du drücktest Feuerküsse
Auf Lippe, Wang' und Hand.
Dich lieb' ich, riefst du, Süße! -
Und ach! mein Traum verschwand!

aus: Elise Sommer Poetische Versuche
Marburg Gedruckt mit Bayrhoffer'schen Schriften 1806 (S. 13-14)
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Lob der Sinne

Mögen andere nach Zeno's Hallen,
Mit Diogenes verkehrtem Sinn,
Im Gefühle ihrer Größe wallen!
Meine Gottheit winkt mir nicht dahin;
Ihre Stirne ist bekränzt mit Rosen,
Ihre Stimme tönt, wie Silberschlag,
Sie umflattern leichte frohe Scherze,
Und die Freude folgt ihr jubelnd nach.

Eure Lust, ihr Sinne! eure Freuden
Mögen immer finstre Seelen scheu'n;
Ich will ihren höher'n Flug nicht neiden,
Will mich eurer reinen Wonnen freun!
Schöner dünken mir dann Luna's Stralen,
Wenn sie hehr durch Silberwolken bricht,
Klarer rieselt mir die Silberquelle
Zwischen Veilchen und Vergißmeinnicht;

Rührender singt für mich Filomele
Vom beblühten Zweig ihr Abendlied,
Höh're Wonne hebet meine Seele,
Wenn die Sonne früh' in Osten glüht;
Schöner lacht für mich die ganze Erde,
Froher fühle ich des Lenzes Wehn,
Süß'ren Nektar reifet mir die Traube
An des Rheines goldnen Reben-Höhn;

Hoch empor hebt mich zu reinren Freuden
Meiner Harfe goldnes Saitenspiel,
Süße Thränen sanfter Rührung gleiten
Von den Wangen, malen mein Gefühl,
Singt mir Selmar vor mit Zaubertönen,
Und mit einem Blick, der Wahrheit spricht,
Von der Liebe ew'gen Harmonieen; -
Diesen Himmel faßt die Erde nicht!

aus: Elise Sommer Poetische Versuche
Marburg Gedruckt mit Bayrhoffer'schen Schriften 1806 (S. 31-32)
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An Selmar

Nie vergeß' ich jener schönen Stunde,
Wo du mir am bangen Busen lagst,
Und mit süßem zauberischem Munde:
»Meines Herzens Freundinn!« sprachst;

Wo dein Herz an meinem Herzen ruh'te,
Wo dein Arm mich liebevoll umfieng;
Keine Ewigkeit tilgt die Minute! -
Wenn auch heut' das Weltall unterging,

Würd' ich dieses Wonnetages denken;
Er glänzt hoch in seiner Brüder Zahl!
Eine Thräne will ich ihm noch schenken,
Wenn ich steh' am dunklen Todesthal.

aus: Elise Sommer Poetische Versuche
Marburg Gedruckt mit Bayrhoffer'schen Schriften 1806 (S. 20)
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Selma an Selmar

Noch einmal zurück, o ihr Zeiten
Der wonnigsten süßesten Freuden,
Vor meinen gesunkenen Blick!
O! Zauberin Fantasie, male,
Und führe im glänzenden Strale
Des Mondes mir Selmar zurück.

Hier brach ich die duftendste Rose,
Dort sucht' ich in schwellendem Mose
Das blühendste Veilchen für ihn,
Da pflückt' ich im Schatten der Laube
Die reifste, die glühendste Traube
Zu süßem Genusse für Ihn.

Dort, wo wir auf blumigen Rasen,
Einst zwischen Vergißmeinnicht saßen,
Von blühenden Ranken umstrickt,
Da schwamm in des Abendroths Glanze
Die Thräne der Liebe am Kranze,
Den Selmar'n ich freudig gepflückt.

Da küßt er am Kranze die Thränen,
Sein Auge, voll Liebe, voll Sehnen,
Sprach: »Selma! wie glücklich sind wir.«
Den leuchtenden Blicken entschwebten
Auch Thränen der Liebe, sie bebten
Am rosigen Busenband mir.

Das waren, ach! selige Zeiten!
Jetzt fühl' ich nur Schmerzen und Leiden:
Denn Selmar ist ferne von mir!
Oft irr' ich in düstren Gedanken
Dort unter den blühenden Ranken,
Und seufze, mein Selmar, nach dir!

aus: Elise Sommer Poetische Versuche
Marburg Gedruckt mit Bayrhoffer'schen Schriften 1806 (S. 23-24)
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Höchste Wonne
Am Vermählungstage meiner Cousine, Adolphine von Bilow
Sonett

Selig der, dem reine Herzensgüte,
Zartgefühl den Busen höher hebt,
Dem der Thränen seligste entschwebt,
In des Lenzes wollustvoller Blüthe!

Der mit menschenfreundlichem Gemüthe
Blassen Gram, der matt in Thränen bebt,
Bald zu lindern schonend sich bestrebt,
Dessen Herz für Menschenwohl stets glühte!

Köstlich ist's, an eines Freundes Brust
Sympathie bei Schmerz und Lust zu finden,
Näher dann mit ihm sich zu verbinden!

Aber höher, süsser ist die Lust,
Wenn sich edle Herzen glühend sagen:
Dass sie ewig für einander schlagen!

aus: Elise Sommer Gedichte
Frankfurt am Main: Herrmannsche Buchhandlung 1813 (S. 38)
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Hulda
Romanze

So schön, wie die Rose im Morgengold glüht,
So sanft, wie das Veilchen dem Lenze entblüht,
An Tugend, an Adel der Seele so reich
War Hulda, der ersten der Grazien gleich.

Es liebt' sie ein Ritter, voll Hochsinn und Muth;
So edel wie Hulda, so bieder und gut;
Sie gab ihm erröthend voll Liebe die Hand:
Dann knüpfte ein Priester das selige Band.

Froh schwanden vier Jahre den Glücklichen hin,
Da kam es dem König der Franken in Sinn,
Zu winken Graf Robert mit huldvollem Blick,
Zum Dienste des Hofes, zu glänzendem Glück.

Ihn hatte das Schicksal nur kärglich bedacht,
Drum wurde das schmerzlichste Opfer gebracht:
Schon wiegt' er zwei liebliche Knaben im Schoos,
Drum riß er vom Busen der Liebe sich loß.

Kaum war er an Hilderichs Hofe bekannt,
Da ward er der stattlichste Ritter genannt,
Bei allen Turnieren erhielt er den Preiß,
Nach Kampfes Gesetzen und Königs Geheiß.

Das wurmte den Schranzen; da pflogen sie Rath,
Sie legten ihm Fallen mit Worten und That;
Sie neckten ihn bitter mit höhnendem Blick,
Er lachte der Thoren und fühlte sein Glück.

»Was macht deine Hulda auf einsamem Schloß?«
Sprach einstens ein Ritter aus höfischem Troß.
»Wie konntest du's wagen, so jung und so schön,
So lang' von der lieblichsten Gattin zu gehn?«

»Wohl konnte ich's wagen, wohl konnte ich gehn,
Mein Weib ist so tugendhaft, sittsam, als schön;
Sie liebt mich so innig, sie liebt mich so warm,
Als hielt' ich sie glühend im bebenden Arm!«

Deß lachten die Damen, deß lachten die Herrn,
»Ha! Robert, rief einer mit schimmerndem Stern,
Giebst du mir die Freiheit, dein Liebchen zu sehn,
Dann ist's um dich warlich auf ewig geschehn!

»Auch will ich verwetten Zehntausend dafür,
Daß ich sie gewinne zum Eigenthum mir!
Nur werd' ihr von unserm Vertrage nichts kund;
Komm, laß uns verbriefen, versiegeln den Bund!«

»O warlich auf Ehre versprech' ich es dir,
Sie höret indessen kein Wörtchen von mir;
Auch sei sie die Deine, gewinnst du das Spiel.
Nun tummle den Rappen, und eile zum Ziel!«

»Wohl habt ihr verlohren den Sinn und Verstand,
Rief zornig der König, der Mann ist gewandt,
Ist schön, und geübt im Verführen der Frau'n,
Wie könnt ihr dem Buben wohl Hulda vertrau'n?«

»Und wär' der Verführer so schön wie ein Gott;
So hätt' ich doch warlich des Eitelen Spott.
Ich kenne die Reine, ich wage nicht viel;
Wohl waget der Ritter ein kostbares Spiel!«

Nun jagte Graf Reinhard durch Hecken und Dorn,
Er gab seinem fliehenden Rappen den Sporn,
Bald hielt er am Burgthor, bei dämmernder Nacht.
Dann ward er in's Zimmer vor Hulda gebracht.

Er ahnete nimmer, was schönes er fand;
Ein Engel an Reizen, ein Mann von Verstand,
Mit freundlicher Milde lud ein sie den Gast
Zu häußlichem Mahle, zu nächtlicher Rast.

Und als sie ganz Güte, ganz Frohsinn ihm schien,
Da wagt er's voll Liebe, vor Hulda zu knie'n.
Mit scheinendem Mitleid hob sie ihn empor,
Und lispelte leise dem Ritter in's Ohr:

»Komm Morgen, mein Trauter, in jenes Gemach,
Ich folge dir leise und flügelschnell nach.«
Dann schob sie den Riegel des Schlafgemachs zu,
Und brachte die lieblichen Knaben zur Ruh.

Es wälzt sich der Ritter im schwellenden Flaum,
Ihm tanzen die Sinne im rosigen Traum,
Früh eilt er in jenes beschriebne Gemach,
Bald hüpfte die höhnende Zofe ihm nach.

Leis' schob sie den eisernen Riegel hervor:
Dann rief sie dem harrenden Ritter ins Ohr:
»Gott grüß euch, Herr Ritter, den mächtigen Herrn,
Mit schimmerndem Bande und stralendem Stern,

»Der mannhaft und tapfer, wie rühmlichst bekannt,
Es wagte, zu trennen das heiligste Band,
Die treu'ste der Frauen zu kränken mit Schmach,
Hier sollt ihr es büßen im öden Gemach;

»Nur wenn ihr gehörsam und fleißig bemüht
Die Fäden dem silbernen Flachse entzieht,
Gewinnt ihr euch Freiheit, gewinnt ihr euch Brod;
Nun ruhig, Herr Ritter, sonst grämt ihr euch todt!«

Der Abend sank nieder, der Morgen stieg auf,
Noch thut sich das eiserne Gitter nicht auf,
Da nahm er die Spindel und dreh'te so leis'
Viel zierliche Fäden mit künstlichem Fleiß.

Da schob ihm die Zofe zum Inbiß herein
Ein kärgliches Essen und Wasser, statt Wein.
Dies trieb sie vier Wochen, trotz Bitten und Flehn,
Dann durfte der Ritter dem Kerker entgehn.

Mit hagerem Antlitz und funkelndem Blick
Kam Reinhard voll Ingrimms zu Robert zurück:
Dann zahlt er zur Stunde dem Grafen das Geld,
Verwünschte die Weiber, und floh in die Welt.

Doch wurden im deutschen und fränkischen Land
Der Frauen ihm wenig, wie Hulda, bekannt.
Wenn allen Verführern so sollt' es ergehn,
Wie würden dann Spindeln um Spindeln sich drehn!

aus: Elise Sommer Poetische Versuche
Marburg Gedruckt mit Bayrhoffer'schen Schriften 1806 (S. 6-12)
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Selma an Selmar

Tragt mich, ihr Abendwinde!
Zurück zu jener Linde,
Zum Sitz von seidnem Gras,
Wo zwischen den Lianen,
Umsäuselt von Platanen,
Einst Selmar mit mir sass!

Noch ist sie mir, die Stelle,
An jener Schattenquelle,
Ein heiliger Altar,
Wo ich im Abendthale,
Mit ihm zum letztenmale
So froh und selig war!

Da trugen sanfte Lüfte
Der Nachtviolen Düfte
Durch den bewegten Hain;
Die Abendwolken glühten,
Es küssten sich die Blüthen
In dem Verklärungs - Schein.

Besäumte Wölckchen flogen,
Gefärbt von Iris Bogen,
Hinauf aus feuchter Flur;
Die Abendluft umwehte
Still, wie die heil'ge Lethe,
Die feiernde Natur.

Es glühte in der Ferne
Das Heer der goldnen Sterne,
Wie froher Hoffnungs - Schein;
Sie schuf uns süsse Träume,
Und lichtete die Räume
In diesem Feenhain.

Du brachst der Blumen viele
Am Bach, zum süssen Spiele,
Und riefst: »Vergiss mein nicht!«
Und schlangst sie um Zypressen,
Und solltest du vergessen,
Hör', was dies Kränzchen spricht;

Noch denk' ich jener Tage,
Ach, nie verstummt die Klage,
Und nie versiegt der Schmerz;
Uns trennte das Gebieten
Des Schicksals; ew'gen Frieden
Wünscht dir gerührt mein Herz!

Da, unter jenem Himmel,
Erschien das Weltgetümmel
Uns wie ein Schattenspiel,
Wo Menschen Menschen drängen,
Um auf verschiednen Gängen
Zu nahen einem Ziel.

Bewegt von Sympathieen,
Umtönt von Harmonieen,
Sang ich der Liebe Glück;
Doch alle jene Wonnen
Sind längst wie Duft zerronnen,
Und nichts blieb mir zurück,

Als jener stille Friede,
Der sanft im Abendliede
Und süss im Herzen spricht;
Von ihm empor gehoben,
Lass ich die Wetter toben;
Was bleibet, wandelt nicht!

aus: Elise Sommer Gedichte
Frankfurt am Main: Herrmannsche Buchhandlung 1813 (S. 237-239)
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Auf die Vermählung des Fürsten v. W.
mit der Fürstin zu S. S

Wonnebebend, süß berauscht von Freude,
Klopfen lauter unsre Herzen heute
Im Gefühle namenloser Lust;
Frohe Ahnung von zukünft'gem Glücke
Schwebt vor unserm wonnetrunknen Blicke,
Hebet schneller athmend unsre Brust!

Denn er kommt (verkündigt's laut ihr Brüder!)
Friedrich grüßt heut' unsre Gegend wieder,
Die ihm nie so schön, wie heute, schien.
Seh't! er kommt, an Friederikens Seite,
Das Entzücken nie empfund'ner Freude
Läßt ihm alle Fluren schöner blüh'n!

Hymen taumelt über ihrem Wagen,
Der, wie Juno's einst, von Pfaun getragen,
Ueber unsre stolzen Thäler schwebt;
Auf der Lahne weißen Silberwellen
Tanzet die Najad', daß Fluthen schwellen,
Die Forelle sich vom Grund erhebt.

Frische Blumenkränze laßt uns streuen
Auf den Weg, den durch gedrängte Reihen
Friederikens Wagen schnell verläßt!
Alle Grazien geh'n ihr zur Seite,
Amor und Cythere feiern heute
Im Olymp ihr schönstes Götterfest.

Tauch' in Gold, o Sonne! deine Stralen,
Wenn sie Friederikens Wangen malen,
Die der Liebe süßes Glück verschönt.
Die Natur stimmt ein in unsre Freude,
Kommt geschmückt im schönsten Feierkleide,
Ihre grünen Locken sind gekrönt; -

Sind gekrönt mit einem Rosenkranze;
Wie sie schwebt in hohem Götterglanze
Ueber unsre bunten Fluren hin!
Ihrem Hauch entströmen Nelkendüfte,
Froher jauchzen Sänger durch die Lüfte,
Durch den Raum des reinen Aethers hin.

Unsre Freude donnre in den Fernen,
Flieh' empor zu des Olympos Sternen,
Wo heut' Friedrichs Ahnherr Wedekind,
Auf den Helm gestützt, bei Wodans Mahle,
Unter Helden trinkt aus goldner Schaale
Trank, der aus Walhalla's Quellen rinnt.

Fürstinn! sei uns tausendmal gegrüßet!
Sieh' die Thräne, die dem Aug' entfließet!
Treuer malt sie unser Hochgefühl;
Leichter wandle heut' der Greis am Stabe!
Froher hüpfe heut' der junge Knabe,
Süßer töne unser Saitenspiel!

Unsrem Jubel, unsrem trunk'nen Blicke
Weicht der Zukunft Vorhang leis' zurücke,
Goldne Tage, Fürstin! warten Dein!
Einst wirst Du, nach spät geschwund'nen Jahren,
Noch im Schmuck' von weißen Silberhaaren
Dich des schönen Bunds der Liebe freu'n!

aus: Elise Sommer Poetische Versuche
Marburg Gedruckt mit Bayrhoffer'schen Schriften 1806 (S. 64-67)
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Biographie:

http://de.wikipedia.org/wiki/Elise_Sommer

 

 


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